
Der Übersetzer Günther Orth stellt in dieser Anthologie sechs zeitgenössische Autorinnen und Autoren aus dem Jemen vor. Fünf von ihnen (Muhammad Abdalwali, Abdalkarim ar-Razihi, Ahmad Mahfuz Umar, Izzaddin Said Ahmad und Nabila az-Zubair) sind mit Kurzgeschichten, einer (Said Aulaqi) mit einem Roman vertreten.
Eine Einführung informiert über die wichtigsten Entwicklungslinien der modernen jemenitischen Erzählliteratur, stellt die in dem Buch vertretenen, aus allen Landesteilen stammenden Schriftsteller vor und erläutert deren Bedeutung für die Literaturszene des Jemen.
Die Erzählungen, etwa zwischen 1960 und 2000 verfasst, spielen teils im ländlichen Milieu, teils in der Stadt und sind in ihren literarischen Formen ebenso vielfältig wie in ihren Thematiken.
Mit dieser Sammlung liegt zum ersten Mal eine Auswahl moderner Erzählungen aus dem Jemen in deutscher Übersetzung vor. Sie geben lebhafte und überraschende Einblicke in das Literaturschaffen und die soziale Realität dieses faszinierenden arabischen Landes.
Das Buch ist nur noch in Restexemplaren per E-Mail (
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) oder telefonisch zu bestellen.
Berlin, 2004. ISBN 3-00-012962-6.
DOKUMENTATIONEN ZU DEN AUTOREN DES BUCHES:
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Eine der seltenen Fotografien von Muhammad Abdalwali (1941-1973) und sein Erzählband Al-Ardh ya Salma (1966), dem die in der Anthologie enthaltene Geschichte "Der Soldat und ich" (arab. Ya chabir) entnommen ist. |
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Abdalkarim ar-Razihi (Foto: Orth 2005), der in der Anthologie mit zwei ländlichen Kurzgeschichten vertreten ist. Eine davon, "Das Jahr des Esels", wurde von der syrischen Künstlerin Amina Orth einfühlsam illustriert (Bild rechts). |
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Ahmad Mahfuz Umar (Foto: Orth 1994); Umars Erzählband Ya ahl hadha l-djabal (1978), dem die Geschichte "Gesichtsverzerrungen" entnommen ist. |
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Izzaddin Said Ahmad (Foto: Orth 2001) und sein Erzählband Lil-wudjuh wal-amkina (1994), der zu dem Titel der Anthologie "Gesichter und Orte" inspirierte. |
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Nabila az-Zubair (hier mit Mahmud Darwish und Adel Karasholi; Foto: Qasim Haddad) und ihr Erzählband Raqasat fi s-sachr (2003). |
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Der bemerkenswerte Roman "Die drei Nachtschwärmer" (1993) von Said Aulaqi (Bild: Orth 2005), mit dem die Anthologie abschließt. Er ist einer der wenigen, die das Leben im südjemenitischen Aden während der Zeit der Demokratischen Volksrepublik Jemen dokumentieren. Eine trockene Beschreibung ist es dennoch nicht: Dem Autor fehlt es weder an Humor noch an Phantasie … |
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